Moskitonetz für das Bett

Moskitonetz für das Bett | Ultimative Kaufberatung (2026)

Zuletzt aktualisiert am 18.03.26 von Ben

Ein Moskitonetz über dem Bett ist eine der einfachsten Maßnahmen gegen nächtliche Mückenstiche – und in Malariagebieten schlicht unverzichtbar. Hier erfährst du, worauf es beim Kauf wirklich ankommt.

Wer kennt das nicht: Man liegt erschöpft im Bett, will endlich einschlafen – und dann fängt dieses charakteristische Summen an. Irgendwo im Zimmer ist eine Mücke. Und sie wartet. Ein gutes Moskitonetz löst dieses Problem ein für alle Mal. Ob zu Hause im Sommer oder auf Reisen in tropischen Ländern: Mit dem richtigen Netz schläft man einfach besser.

Vor diesen Tieren schützt dich ein Moskitonetz im Bett

Nachts ist in einem Schlafzimmer mehr los, als die meisten wahrhaben wollen. Mücken, Fliegen, Spinnen – und je nach Reiseziel auch kleine Geckos, die sich gerne mal an die Wand über dem Bett hängen. Ein Moskitonetz hält die meisten ungebetenen Gäste draußen.

Ein Moskitonetz über dem Bett schützt vor:

  • Mücken
  • Schnacken
  • Fliegen
  • Wespen
  • Bienen
  • Spinnen
  • Kleinen Reptilien (z.B. Geckos)

Ein Moskitonetz schützt NICHT vor:

  • Flöhen
  • Bettwanzen
  • Milben
  • Läusen

Diese Tierchen sind oft schon auf der Matratze, bevor du das Netz aufgehängt hast. Gegen sie hilft leider kein Netz der Welt.

Warum ein Moskitonetz in Risikogebieten lebensrettend sein kann

In Deutschland ist ein Mückenstich nervig, aber harmlos. In tropischen Ländern sieht die Sache anders aus. Wer in Gebieten mit Malaria, Denguefieber oder dem Zika-Virus unterwegs ist, sollte nachts unbedingt unter einem intakten Moskitonetz schlafen. Einen besseren Schutz gegen mückenübertragene Krankheiten gibt es in der Nacht nicht.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt in solchen Gebieten ausdrücklich imprägnierte Moskitonetze. Die Kombination aus Netz und Insektizid ist deutlich wirksamer als ein einfaches Netz allein.

Imprägnierte Moskitonetze: Sinnvoll in Malariagebieten

Ein normales Moskitonetz schützt nur, solange es die Haut nicht berührt. Drückt sich das Netz nachts durch Bewegungen ans Bein oder an den Arm, stechen Mücken einfach durch den Stoff durch. Genau hier kommen imprägnierte Netze ins Spiel: Der Wirkstoff tötet oder vertreibt Mücken, selbst wenn sie direkten Kontakt mit dem Netz haben.

Wirkstoff in imprägnierten Moskitonetzen

Die meisten Hersteller verwenden Permethrin, das natürliche Insektizid der Chrysantheme. Es wird von der WHO empfohlen und gilt bei sachgemäßer Anwendung als gut verträglich.

Imprägnierte Moskitonetze sind vor allem in Teilen von Afrika, Süd- und Mittelamerika sowie Südostasien sinnvoll. In anderen Urlaubsregionen reicht ein normales Netz völlig aus.

Den Schlafplatz auch tagsüber abdecken

Mücken verstecken sich gerne im Inneren des Netzes, bevor man schlafen geht. Ich empfehle deshalb, das Netz auch tagsüber über dem Bett zu lassen und vor dem Einsteigen kurz nachzuschauen, ob sich eine Mücke eingeschlichen hat.

Beim Robert Koch Institut kannst du nachschauen, in welchen Ländern und Regionen du besonders auf ein hochwertiges, imprägniertes Moskitonetz achten solltest.

Größe: Lieber eine Nummer zu groß als zu klein

Das Netz muss die Haut überall auf Abstand halten. Berührt es nachts irgendwo den Körper, können Mücken an dieser Stelle problemlos durch den Stoff stechen. Im Zweifel gilt: lieber ein größeres Netz kaufen.

Achte darauf, dass das Moskitonetz unter die Matratze gesteckt werden kann. Nur so verhinderst du zuverlässig, dass Mücken durch kleine Öffnungen am Boden ins Innere gelangen.

Manche Netze haben einen Gummizug, mit dem sie fest unter der Matratze fixiert werden können. Das ist praktischer als lose Kanten, die sich im Schlaf verschieben.

Neben der Größe spielt auch die Form eine wichtige Rolle.

Material: Polyester ist die bessere Wahl

Moskitonetze werden meist aus Polyester oder Baumwolle hergestellt. Ich empfehle Polyester, weil es im Alltag einfach die besseren Eigenschaften hat:

  • Leicht und gut zu verstauen
  • Atmungsaktiv
  • Robust und langlebig
  • Nimmt keine Gerüche an
  • Saugt sich nicht mit Feuchtigkeit voll
  • Verfärbt sich nicht

Maschendichte: Auf diese Zahlen musst du achten

Die Maschenweite entscheidet darüber, welche Insekten das Netz passieren können. Sind die Maschen zu grob, gelangen auch kleine Plagegeister wie Sandfliegen oder Schmetterlingsmücken hindurch.

Laut WHO sollte ein sicheres Moskitonetz eine Maschendichte von mindestens 156 mesh haben. Wichtig: Eine höhere Mesh-Zahl bedeutet kleinere Maschen. 100 mesh entsprechen 0,149 Millimeter Maschenbreite.

Gegen Sandfliegen und Gnitzen sind sehr feine Maschen mit mindestens 1000 mesh erforderlich.

Für Reisen nach Afrika, Süd- und Mittelamerika sowie Südostasien reichen 156 mesh aus, sofern das Netz imprägniert ist. In Gebieten mit Sandfliegen und Gnitzen – vor allem in Skandinavien, Schottland und Kanada – solltest du mindestens 196 mesh wählen.

Der Nachteil sehr enger Maschen: Die Luft zirkuliert schlechter, was besonders in heißen Nächten unangenehm werden kann. Wer aber in Gebieten mit Kleinstmücken unterwegs ist, sollte auf engere Maschen nicht verzichten. Hier geht Schutz klar vor Komfort.

Form: Pyramide oder Kastenform?

Es gibt zwei gängige Formen, und beide haben ihre Berechtigung. Welche besser passt, hängt vor allem davon ab, wo und wie du das Netz befestigst.

Pyramidenform benötigt nur einen einzigen Aufhängepunkt zentral über dem Bett. Ein unauffälliger Haken an der Decke reicht aus. Das Netz lässt sich schnell aufbauen und wieder abnehmen.

Kastenförmige Netze haben die gleiche eckige Form wie ein Bett und halten dadurch überall einen gleichmäßigen Abstand zum Körper. Dafür braucht man vier Befestigungspunkte, was den Aufbau etwas aufwendiger macht.

Vorteile der Pyramidenform

  • Nur ein Haken zum Aufhängen nötig
  • Schnell auf- und abgebaut
  • Keine Schnüre, keine Stolperfallen
  • Optisch ansprechender (ist aber Geschmackssache)

Nachteile der Pyramidenform

  • Braucht einen Deckenhaken genau über dem Bett
  • Weniger flexibel bei der Befestigung
  • Das Netz hängt an den Seiten näher am Körper – höheres Risiko, es zu berühren

Vorteile der Kastenform

  • Passt sich der Form des Bettes an
  • Hält überall gleichmäßigen Abstand zum Körper
  • Flexiblere Befestigung möglich

Nachteile der Kastenform

  • Vier Befestigungspunkte nötig
  • Schnüre können unordentlich wirken und zur Stolperfalle werden
  • Aufwändiger beim Auf- und Abbau

Meine Kaufempfehlungen

Auf dem Markt gibt es zahlreiche Modelle in verschiedenen Größen und Ausführungen. Ich stelle dir hier eine Auswahl vor, die ich für empfehlenswert halte. Entscheide selbst, welche Eigenschaften für dich am wichtigsten sind.

Moskitonetz für Einzelbett

Moskitonetz für Doppelbett

Ultranatura | Pyramidenform für Doppelbetten

Moskitonetz für Kinderbett

Playshoes Moskitonetz | Kastenform für Kinderbetten

Moskitonetz über dem Bett aufhängen

Je nach Modell unterscheiden sich die Befestigungsmöglichkeiten. Manche Netze werden an einem Ring mit nur einem zentralen Punkt über dem Bett aufgehängt, andere haben Schlaufen, Haken oder Ösen für mehrere Befestigungspunkte.

Hänge das Netz möglichst am helllichten Tag auf, bevor die Mücken aktiv werden. Und schau vor dem Einsteigen kurz nach, ob sich keine Mücke darunter versteckt hat.

Option 1: Deckenhaken montieren

Im Baumarkt gibt es Deckenhaken in vielen Größen und Farben. Sie werden in die Decke gedreht oder geschraubt und halten bombenfest – auch schwere Netze für Doppelbetten sind damit kein Problem.

Option 2: Moskitonetz aufhängen ohne Bohren

Wer nicht in die Decke bohren kann oder will – etwa in einer Mietwohnung oder im Hotelzimmer – greift am besten zu Tesa Deckenhaken. Die lassen sich einfach kleben, wieder ablösen und halten ein Moskitonetz problemlos. Ich hatte auf Reisen immer ein paar davon im Gepäck. Im Notfall reicht auch etwas Gaffatape und eine Schnur, um das Netz irgendwie an Decke, Wand oder Deckenventilator zu befestigen.

Kauftipp: Tesa Deckenhaken

Checkliste: Das richtige Bett-Moskitonetz kaufen

Hier noch einmal alle wichtigen Punkte auf einen Blick:

  • Pyramide oder Kastenform wählen – je nach Befestigungsmöglichkeit vor Ort
  • Das Netz muss die Haut überall auf Abstand halten
  • Deckenhaken gibt es im Baumarkt in vielen Varianten
  • Ohne Bohren: Tesa Deckenhaken sind eine gute Alternative
  • Imprägnierte Netze nur in echten Malariagebieten nötig
  • Netze mit Eingang sind bequemer, Netze ohne Eingang sind sicherer
  • Kastenförmige Netze passen besser auf das Bett, sind aber aufwendiger zu befestigen
  • Runde Netze brauchen einen Aufhängepunkt direkt über der Bettemitte
  • Richtige Größe wählen: Einzel- oder Doppelbett
  • Im Reisegepäck das Netz vor spitzen Gegenständen schützen

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